Pressemitteilung

Helfer mit Herz

Hilfe kann so einfach sein. Das beweisen Janina Beilner, Borke Daniel Thill und Sibila Samardzic. Die drei Frauen reisten im Frühjahr nach Sri Lanka, um dort Menschen in Not zu helfen. Und das sicher nicht das letzte Mal.

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Janina Beilner steht noch ganz unter den Eindrücken ihrer letzten Sri-Lanka-Reise. Die studierte Medizinerin, die bei Siemens Healthineers die Abteilung Application Services (HC SV CS APP)leitet, flog aber im Frühjahr nicht zum Urlaub in den kleinen Inselstaat im Indischen Ozean. Sie unterstützt die D.R.O.P.S.(Direct Relief of Poverty & Sickness) Foundation, die vor Ort den Ärmsten des Landes hilft − dort wo kein Urlauber hinkommt. „Es macht mich sehr glücklich, mein Wissen zu teilen und den Menschen dort zu helfen.“

Leidenschaft verbindet

Dieses Jahr waren erstmals auch zwei Siemens-Kolleginnen in Sri Lanka mit dabei: Borke Daniel-Thill, die bei Siemens Healthineers die Human Resources-Abteilung in der Region Middle East Africa leitet, und Sibila Samardzic, Commercial Manager für kleine Gasturbinen-Projekte in Dubai. Gemeinsam besuchten die drei Frauen mit anderen Freiwilligen Waisenheime,Kirchen und Tempel im Nordwesten der Insel Puttalam. Sie lernten Gemeinden kennen, die fast gänzlich von Elektrizität und sauberem Wasser abgeschnitten sind. „Irgendwann endete die Straße einfach und wir mussten mit dem Boot weiter. Später sind wir zu Fuß gegangen und haben die ganzen Boxen mit Medikamenten und Hygieneartikeln auf dem Kopf getragen, um in ein entlegenes Fischerdorf zu kommen“, erinnert sich Daniel-Thill. Die ausgebildete Krankenschwester war vor Ort für die Voruntersuchung zuständig. Unter anderem maß sie den Blutdruck und informierte Beilner über erste Auffälligkeiten. „Viele waren vorher noch nie bei einem Arzt, weil dieser einfach viel zu teuer, zu weit weg oder der Weg zu beschwerlich ist“, erzählt Daniel-Thill.
Beilner führte anschließend die sogenannten Medical Checks durch: „Wir beginnen mit einer Anamnese und hören dann zum Beispiel das Herz und die Lunge ab, suchen nach weiteren Auffälligkeiten und sehen uns den Allgemeinzustand an“, erzählt sie. Oft mussten sie Wunden reinigen, die aufgrund der schlechten hygienischen Verhältnisse zum Teil stark entzündet waren und nicht verheilten. Die einseitige Ernährung vieler Patienten verlangsamt die Wundheilung zusätzlich und zu kann zu diversen anderen Krankheiten führen. Grade die jüngsten der Gesellschaft, die Kinder, sind oft am härtesten betroffen.

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Für Gesundheit sensibilisieren

Neben der medizinischen Versorgung liegt der D.R.O.P.S. Foundation Gesundheitsaufklärung besonders am Herzen. „Als freiwilliger Helfer muss man sich darüber im Klaren sein, dass man teilweise vor 250 Schülern steht und ihnen erklären muss, wie man Zähne putzt, die Hände wäscht und Seife benutzt“, berichtet DanielThill.
Die Kinder erhalten dazu Zahnbürsten und Zahnpasta von den Helfern und können gemeinsam mit ihnen das Putzen ausprobieren. An Schulen und anderen Einrichtungen werden außerdem Poster mit den wichtigsten Hygiene und Gesundheitsregeln verteilt, um die Informationen immer vor Augen zu haben. „Wissen ist der Schlüssel zu einem gesunden Leben, daher bringen wir den Kindern diese Dinge spielerisch bei“, erzählt Beilner, die das Thema Bildung auch im Job leidenschaftlich vertritt. „Uns geht es so gut. Ich glaube, dass wir deshalb eine moralische Verantwortung haben, etwas zurückzugeben“, sagt Daniel-Thill, die froh ist, dass sie selbst direkt vor Ort sein konnte, um etwas zu verändern.

Ein bisschen Normalität

„Während sich Janina und Borke um die ernsten Themen gekümmert habe, hatte ich die eher spaßige Aufgabe“, erzählt
Samardzic lachend, die mit den Kindern spielte, malte, bastelte und sogar einen kleinen Tanz einstudierte. „Wir haben uns über die Musik verständigt und so Brücken gebaut“, erzählt sie begeistert. Für die gebürtige Bosnierin waren die Arbeit und der direkte Kontakt mit den Kindern etwas ganz Besonderes: Sie selbst kam 1993 als Flüchtling nach Deutschland und erhielt von gemeinnützigen Organisationen wie der D.R.O.P.S. Foundation Hilfe. „Es ist ein unglaublich schönes Gefühl, Kindern und Menschen in Not zu helfen. Das hat mich schon sehr an meine Vergangenheit erinnert und mich persönlich berührt.“

Neues Bewusstsein

Die gemeinnützige Arbeit in Sri Lanka hat die drei Frauen verändert: „Ich lebe auf jeden Fall sehr viel bewusster und bin dankbar, diese Erfahrung machen zu dürfen“, erzählt Beilner. „Wir haben die Möglichkeiten, anderen zu helfen, also nutzen wir sie.“ Samardzic erinnert sich vor allem an die Arbeit mit den Kindern und deren Dankbarkeit für die kleinen Dinge des Lebens. „Für mich war das extrem emotional.“

by © Siemens Healthcare GmbH
2017/05/31
Rebecca Murr